FSK, das Freie Sender Kombinat in Hamburg ist das Freie Radio in Hamburg, seit mittlerweile über 15 Jahren. Insbesondere die kritische Berichterstattung hat den Sender auch überregional bekannt gemacht, der sich vor allem aus Spenden finanziert und dessen Lizenz vor kurzem um 10 Jahre verlängert wurde. Für die aktuelle ND-Wochenendausgabe habe ich das FSK besucht.

In der obersten Etage eines unscheinbaren Fabrikgebäudes in der Eimsbüttler Chaussee befinden sich die kleinen Sendestudios und Redaktionsräume. Es herrscht eine gemütliche Atmosphäre, alle kennen sich. Wer den Sender betritt, ist gleich mittendrin. Essen, quatschen, rauchen, Sendungen vorbereiten, all das findet im kleinen Eingangsbereich und zwischen zwei abgewetzten Sofaecken statt. Die meisten haben hier genauso wie Sören angefangen: Zuerst mit kleinen Dingen, um sich später mehr reinzuhängen und regelmäßig in einer Redaktion bei Sendungen mitzumachen.
Ein Programm rund um die Uhr ehrenamtlich und selbstorganisiert zu stemmen, fordert einiges an Kraft und verbindliche Strukturen. Neben den fünf Radiogruppen des Senderkombinats gibt es unzählige Redaktionen und eine Büro-AG. Andere kümmern sich um die Technik oder halten Kontakt zur Medienanstalt. Das Verhältnis zur Regulierungsbehörde ist derzeit ausgesprochen entspannt. Gerade erst wurde die Lizenz für das FSK um sage und schreibe zehn Jahre verlängert.
Nichtkommerziell heißt paradoxerweise, sich täglich mit den Themen Geld und Finanzierung auseinandersetzen zu müssen. Die Kosten für Sendebetrieb, Miete und Büromaterial sind hoch. Nur wenige der Freien Radios schaffen es, sich eigenständig zu finanzieren. FSK bildet da bundesweit eine der wenigen Ausnahmen, obwohl auch hier Werbung tabu ist.
Kompletter Artikel: http://www.neues-deutschland.de/artikel/216151.frei-kritisch-und-unabhaengig.html
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