recherche - das medienmagazin http://medienmagazin.net www.medienmagazin.net posterous.com Wed, 18 Apr 2012 01:53:00 -0700 Berliner Radiosender diffamiert Obdachlose http://medienmagazin.net/berliner-radiosender-diffamiert-obdachlose http://medienmagazin.net/berliner-radiosender-diffamiert-obdachlose

Heute morgen fragte Energy Berlin seine HörerInnen via Facebook und auf der Homepage des Senders:

Wie Weit Würdest Du Gehen! Die Herrausforderung Heute: Wie viele Obdachlose lässt du eine Nacht bei dir schlafen? Was sagt ihr?

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Das große Finale! Mario, 34 aus Prenzlauer Berg tut für Madonna-Tickets etwas Gutes: Sieben obdachlose Menschen dürfen für eine Nacht bei ihm Zuhause schlafen. Seine Gäste muss er allerdings selbst suchen. Donnerstagmorgen ab 7 Uhr geht's los!

Bedürftige werden zur Ware, zum Einsatz für ein Gewinnspiel degradiert und als Menschen abgewertet. Menschenfeindlichkeit als Unterhaltung.

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Tue, 17 Apr 2012 01:56:00 -0700 Wer macht für wen Radio? - Feature & Talk dazu zum Nachhören http://medienmagazin.net/wer-macht-fur-wen-radio-feature-talk-dazu-zum http://medienmagazin.net/wer-macht-fur-wen-radio-feature-talk-dazu-zum

Erst ein 8 minütiges Feature  von und mit RudiGuricht alias Ralf Wendt, ausgestrahlt vor wenigen Tagen beim SWR, dann ein ausführlicher zweistündiger Talk der live übertragen parallel in Halle und Hamburg auf UKW ebenfalls im Aprill zu hören war,  und die beide reflektieren wer heute eigentlich für wen Radio macht, hier zum Anhören verlinkt und empfohlen:

 

SWR Dokublog vom 8. April 2012

solange die Aufgaben des Mediums Hoerfunk nicht bis ins letzte Detaill staatlich festgelegt sind, muessen sich die Akteure selbst verorten und haben damit unter Umstaenden gehoerige bauchschmerzen- das gilt wohl fuer alle in Deutschland existierenden Radioformen und bietet gleichzeitig eine Chance, das Kommunikationsmoment Hoerfunk auszuloten. Ralf Wendt versucht das in der Collage verschiedener Haltungen von Radiomachern

 

[mp3]

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(cc)

 

Witjastiefe III - Lust auf Radio vom 5. April 2012

Selbstbestätigung, Verkündung und Nabelschau - freies Radio kommt im Jahre 2012 an entscheidende Weichenstellungen: zwischen Mündigkeit und publizistischem Anspruch, zwischen Medienalternative und Experiment, zwischen Punk und Bürgerlichkeit bewegt sich die träge Masse der freien Radios. Die Sendung versucht, zukünftige Arbeitsfelder auszumessen - ohne Anspruch auf Vollständigeit, versteht sich ...

[mp3]

 

 

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Wed, 11 Apr 2012 04:47:00 -0700 Gegenöffentlichkeit per Video - Interview zum Videoaktivismus der "Filmpiraten" http://medienmagazin.net/gegenoffentlichkeit-per-video-interview-zum-v http://medienmagazin.net/gegenoffentlichkeit-per-video-interview-zum-v

Die Medien sind Kommunikationsmittel. Doch Adorno sprach schon damals von der Gefahr von Medien explizit Fernsehen, weil man Ideologien und Meinungen einfach aufnimmt und nicht reflektiert. Eine Alternative wollen die "Filmpiraten" sein, die Themen ansprechen, die Massenmedien nicht anfassen.

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Ein Interview von Radio CORAX:

[via FRN]

 

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http://files.posterous.com/user_profile_pics/200369/Brecht.jpg http://posterous.com/users/4bht2sGGKVX3 medienmagazin.net medienmagazin.net
Thu, 15 Mar 2012 01:06:00 -0700 „Strukturelle Diskriminierung an deutschen Schulen" - Kein Thema für deutsche Medien? http://medienmagazin.net/strukturelle-diskriminierung-an-deutschen-sch http://medienmagazin.net/strukturelle-diskriminierung-an-deutschen-sch

Aufruf der Initiative: "Neue deutsche Medienmacher" (Für mehr Vielfalt in den Medien). Vielleicht macht ja das ein oder andere Medium mal davon Gebrauch...


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Strukturelle Diskriminierung an deutschen Schulen – kein Thema für Deutschlands Medien? 


Der aktuell veröffentlichte „Chancenspiegel“ der Bertelsmann-Stiftung und des Instituts für Schulentwicklungsforschung (IFS) an der TU Dortmund haben der Republik einmal mehr vor Augen geführt, dass die soziale Herkunft eines Kindes erheblichen Einfluss darauf hat, ob es nach der Grundschule in Deutschland auf ein Gymnasium geht oder nicht, oder ob es gar auf der Förderschule landet und abgehängt wird. Was dabei oft nur als ein Aspekt zur Sprache kommt und selten explizit skandalisiert wird: Kinder mit ausländischer Herkunft sind davon besonders und seit langem betroffen. Wir möchten daher als Neue Deutsche Medienmacher dazu aufrufen, diesen lautlosen, alltäglichen Skandal in unserem Land nicht einmal mehr in der Schublade verschwinden zu lassen – die institutionelle Diskriminierung im deutschen Schulwesen.

Worum es uns geht:

Kinder aus Einwanderer- und Arbeiterfamilien werden in Deutschland oftmals trotz guter Noten auf Haupt- und Sonderschulen geschickt, die ihre Chancen auf ein erfolgreiches Leben deutlich mindern. Die Pisa-Studie 2009 belegte bereits, dass Einwandererkinder bei vergleichbarer Leistung eine vier- bis fünfmal geringere Chance haben, eine Empfehlung für das Gymnasium zu erhalten, als Kinder aus deutschen Familien. Ein Beispiel aus der Praxis: Der heute 20-jährigen Sara Pias aus Wuppertal wurde nach der Grundschule die Hauptschule empfohlen. Erst nach drei Schulwechseln schaffte die Tochter einer italienischen Arbeiterfamilie das Abitur – viele Eltern sind nicht so hartnäckig. Saras Erfahrung mit struktureller Diskriminierung ist einer von vielen Fällen. Sie passieren auch heute tagtäglich, sie sind mitverantwortlich für die Bildungsmisere, doch ihnen fehlt die angemessene Publizität.

Dass bei der Benachteiligung die ethnische Herkunft eine Rolle spielt, belegte auch der Befund des Nationalen Bildungsberichts, der konstatiert, dass Einwandererkinder selbst bei gleichem sozioökonomischen Status doppelt so häufig an Hauptschulen zu finden sind wie Kinder ohne Migrationshintergrund. Bildungsforscher wie Mechtild Gomolla und Frank-Olaf Radtke haben vielfach nachgewiesen, dass diese Diskriminierung Teil des derzeitigen Schulsystems ist. Lehrkräfte, die sich dem entgegen stellen, bekommen Probleme. So wurde die bayerische Grundschullehrerin Sabine Czerny strafversetzt, weil ihre Schüler zu gut in Mathematik waren und zu wenige an die Hauptschule empfohlen werden konnten. Jeder weiß es, kaum jemand spricht es offen aus: Die Kinder, die diese Schulform „befüllen“ sollen, sind meist Einwandererkinder.

Die Vereinten Nationen kritisieren Deutschland für die systematischen Benachteiligungen aufgrund der frühen Selektion. Es handelt sich hier um die Verletzung eines Menschenrechts – des Rechts auf Bildung. Dabei handelt es sich nicht um ein Randgruppenthema: Fast jeder dritte Jugendliche in Deutschland hat einen Migrationshintergrund.

Umso unverständlicher ist es, dass darüber in Deutschland nicht angemessen berichtet wird. Auch nach den Ergebnissen der PISA-Tests ging es in der Berichterstattung meist eher um das Aufholen in einzelnen Kompetenzen und nicht um die strukturelle Benachteiligung. Sicher, es gibt auch zu diesem Thema vereinzelt Beiträge und Artikel. Aber ganz im Gegensatz zu seiner Bedeutung findet dieses Thema in den Medienformaten, die die öffentliche Debatte prägen, faktisch nicht statt.


In den vergangenen Jahren hat kein einziges der politischen Talk-TV-Magazine die beschriebene Diskriminierung von Einwandererkindern im Schulsystem explizit zum Thema gemacht. Gleichwohl stand etwa das Thema „Integrationsverweigerer“ mehrfach im Fokus, ebenso wie Sendungen zur Frage, wie viele Einwanderer respektive „Islam“ Deutschland vertrage. War Bildung das Thema, wurde gefragt, ob die Jugend „dumm“ (Maybrit Illner) oder „zu doof“ (Anne Will) sei. Ähnliches gilt auch für die Titelgeschichten der auflagenstärksten Printmagazine und Zeitungen. Gerade bei den meinungsbildenden Leitmedien ist diese Einseitigkeit bei der Themensetzung nicht hinzunehmen und mehr journalistische Ausgewogenheit gefragt.

Wir wollen dazu aufrufen, dieses Thema, das Einwanderer und ihre Nachkommen in Deutschland aber auch die Gesamtgesellschaft existenziell betrifft, nicht mehr zu vernachlässigen. Wir sprechen dabei auch aus eigener Erfahrung, denn vielen von uns, die wir diesen Aufruf unterzeichnen, wurde fälschlicherweise auch nicht zugetraut, das Abitur zu machen und zu studieren. Wir fordern daher die Programm- und Blattmacher_innen, die Chefredaktionen und Sendeanstalten, Wochenmagazine und Tageszeitungen auf, diesen Missstand im Jahr 2012 als ein Schwer

punktthema zu setzen. Die Neuen Deutschen Medienmacher, eine Initiative von 400 Journalistinnen, Journalisten und Medienschaffenden mit Migrationshintergrund, bieten an, dabei ihr spezifisches Wissen und ihre journalistische Kompetenz einzubringen.

Ansprechpartner für Interviews, Infos, Kontakte sind Miltiadis Oulios, m.oulios@online.de und Tina Adomako, tina@tinaadomako.de.
Aufruf als PDF liegt bei. Wenn Ihr unser Anliegen teilt, verbreitet den Aufruf in den Redaktionen und Chefetagen Eurer Medienbetriebe.

UnterzeichnerInnen:

Miltiadis Oulios, freier Journalist, WDR, Stadt Revue, Zeit, taz, suhrkamp
Sheila Mysorekar, Journalistin, Vorsitzende der Neuen Deutschen Medienmacher
Golineh Atai, Köln, ARD-Morgenmagazin
Marjan Parvand, Redakteurin, ARD-Aktuell
Hatice Akyün, Berlin, freie Autorin
Dr. Nkechi Madubuko, Redakteurin, 3sat Kulturzeit
Mo Asumang, Filmemacherin, Moderatorin
Göksen Büyükbezci, Redaktionsleiter PHOENIX
Ferda Ataman, Journalistin, Tagesspiegel, seit 2010 Regierungsangestellte und Referatsleiterin, Beisitzerin NDM Vorstand

Özlem Sarikaya, Journalistin und Moderatorin, BR
Kemal Calik, Wirtschaftsredakteur, Frankfurt am Main
Daniela Milutin, Journalistin, WDR, seit 2011 Pressesprecherin des NRW-Integrationsministeriums, Beisitzerin NDM Vorstand
Cengiz Tarhan, Journalist, Radio Bremen
Rana Göroglu, freie Journalistin
Nilüfer Sahin, Journalistin, WDR, Deutsche Welle
Siruan H. Hossein, freier Journalist, WDR
Konstantina Vassiliou-Enz, Journalistin, RBB, 2. Vorsitzende der Neuen Deutschen Medienmacher
Vivian Perkovic, Radiomoderatorin, WDR
Joachim Legatis, Redakteur, Alsfelder/Gießener Allgemeine Zeitung
Mercedes Pascual Iglesias, Journalistin, WDR, Vielfalt – Das Bildungsmagazin
Federica Guccini, Studentin, freie Journalistin
Ekrem Şenol, MiGAZIN-Chefredakteur
Florian von Stetten, freier Journalist, ARTE, ARD, ZDF
Dr. Bärbel Röben, Journalistin und Medienwissenschaftlerin
Melahat Simsek, Köln, Journalistin
Mehmet Ata, Journalist, Express
Pari Niemann, NDR, Lfh Niedersachsen, Gleichstellungsbeauftragte
Mark Terkessidis, freier Journalist und Publizist
Canan Topçu, Redakteurin, Frankfurter Rundschau
Sibel Balta, Journalistin
Rahmi Turan, Journalist (Sabah), Kommunikationswissenschaftler (LMU), München
Dr. Chadi Bahouth, Politologe, Autor, Journalist
Noah Sow, Autorin, Produzentin, Musikerin, Dozentin
Nuray Eser, Dipl.-Soz./freie Hörfunk-Journalistin
Vito Avantario, Journalist, Buchautor, Reporter greenpeace magazin
Dagmara Dzierzan, Journalistin, Bayerischer Rundfunk
Gabriele Gün Tank, Diplom-Journalistin, Integrationsbeauftragte Berlin Tempelhof-Schöneberg
Melih Serter, Sozialwissenschaftler, Journalist, WDR
Navina Sundaram, Publizistin, bis 2003 Redakteurin „Zeitgeschehen“, NDR
Eren Önsöz, freie Journalistin & Filmemacherin
Matilda Jordanova-Duda, freie Journalistin Print und Hörfunk
Christian Stahl, Journalist, "stahlmedien"
Ute Hempelmann, freie Journalistin, ARD Hörfunk
Peter Giefer, Fotograf und Journalist, Priv.Doz. Fotojournalismus
Fatema Mian, Journalistin, Bayerischer Rundfunk
Prof. Dr. Sabine Rollberg, WDR/ arte
Murad Bayraktar, Redaktionsleiter, WDR Hörfunk
Ebru Tasdemir, freie Journalistin
Tina Adomako, Journalistin
Rebecca Roth, freie Journalistin
Dorothee Plass, Filmemacherin und Lehrerin
Sandra Fejjeri, Journalistin 
Carmela Mudulu, freie Journalistin
Tarek Chafik, freier Journalist
Natalie Akbari, Moderatorin und Redakteurin, WDR und SWR
Elisabetta Gaddoni, freie Journalistin
Prof. Dr. Klaus J. Bade, Migrationsforscher
Prof. Dr. Ulrich Pätzold i.R., Journalistik, TU Dortmund
Prof. Dr. Rainer Geißler, Soziologe
Prof. Dr. Axel Schulte i.R., Politologe 

Neue Deutsche Medienmacher
Goltzstraße 39
10781 Berlin
030 - 219 17 421
info@neuemedienmacher.de
www.neuemedienmacher.de

Reaktionen:

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Mon, 12 Mar 2012 02:49:00 -0700 "Radio – Frauen – Freiräume – Kommunikation" | Kiel | 27. 3. 2012 http://medienmagazin.net/radio-frauen-freiraume-kommunikation-kiel-27 http://medienmagazin.net/radio-frauen-freiraume-kommunikation-kiel-27

Veranstaltungstipp für den hohen Norden:

Vom 23. Bis 25. März 2012 findet in Hannover ein dreitägiges Austausch- und Vernetzungstreffen spanisch- und deutschsprachiger Radiomacher_innen und feministischer Initiativen statt. Mehr dazu siehe bitte hier

Eine der Radiofrauen Sabina Mina vom community radio „La Tribu“ aus Buenos  Aires  ist am 27. März in Kiel zu Besuch und trifft sich mit Jorinde Reznikoff , die im Freien Sender Kombinat die Kultursendung neopostdadasurrealpunkshow  moderiert.

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Sabina Mina und Jorinde Reznikoff diskutieren über die Herausforderungen, eigene Räume im Radio zu erobern.

Ausgehend von ihren Erfahrung mit Radioprojekten, reflektieren sie gemeinsam mit dem Publikum über die Notwendigkeit, eine Genderperspektive in allen Sendungen zu integrieren und über die Demokratisierung der Medien als unerlässliche Voraussetzung für die Demokratisierung der Gesellschaft. Mit dem Publikum thematisieren die Aktivistinnen die unbewusste Reproduktion von Diskriminierung und Stereotypisierung von Frauen durch die eigene Community Bewegung. Dabei können Community Radios ein wertvolles Instrument sein, um die Gendergleichheit in der Gesellschaft zu fördern. Dafür ist es wichtig, dass Frauen sich sowohl die (Radio-) Technik als auch politische Inhalte aneignen, um selbst Radioprogramme zu machen und auf allen Ebene an der Radioproduktion beteiligt zu sein. Die Veranstaltung ist eine Einladung an alle RadiomacherInnen und Medieninteressierte, sich zu diesen Themen auszutauschen und verschiedene (Aus-) Wege zu diskutieren.

Mehr Informationen über "La Tribu" auf deutsch.hier 

via RLS SH

 

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Mon, 12 Mar 2012 02:39:00 -0700 Jay Rosen: Was Journalistinnen und Journalisten von der Occupy-Bewegung lernen können http://medienmagazin.net/jay-rosen-was-journalistinnen-und-journaliste http://medienmagazin.net/jay-rosen-was-journalistinnen-und-journaliste

Dem reflektiertem Nachdenken über die Zukunft des Journalismus will Zeit Online mal wieder etwas Nahrung geben. In Zusammenarbeit mit dem jüngest gestarteten Medienkritik-Forum Vocer wurde vergangene Woche eine neue Serie gestartet, in der als Auftakt der New Yorker Journalismus Professor Jay Rosen in kurzen Interviewschnipseln zu Wort kommt. Er meint, daß die Medien sich wowohl der "Atomisierung" der MediennutzerInnen, als auch der Möglichkeit des Internets stellen sollten, die Gesellschaft sowohl horizontal als auch vertikal miteinander zu verbinden. 

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Wed, 07 Mar 2012 03:50:00 -0800 Polizei Nutzer des Offenen Kanal Lübeck? - Protest gegen Vereinnahmung zum Naziaufmarsch http://medienmagazin.net/polizei-nutzer-des-offenen-kanal-lubeck-prote http://medienmagazin.net/polizei-nutzer-des-offenen-kanal-lubeck-prote

Pressemitteilung der "Freien Radioinitiative Schleswig-Holstein"

Zum Naziaufmarsch am 31. März in Lübeck will die Polizei den Offenen Kanal Lübeck zum eigenen Verlautbarungsorgan umfunktionieren

 

 

Der Offene Kanal Schleswig Holstein AöR (OKSH) unterläuft derzeit in infamer Art und Weise die bereits formell angemeldete und redaktionell vorbereitete Live-Berichterstattung, die Mitarbeiter_innen des Offenen Kanals Lübeck zum Naziaufmarsch und den antifaschistischen Gegenaktivitäten am 31. März 2012 planen. Der OKSH hat entschieden, dass zwei Polizisten an diesem Tag die Hälfte der angemeldeten Sendezeit für eigene Berichterstattung erhalten sollen. Der OKSH stellt sich dabei auf den Standpunkt der Beamten, sie würden als „Privatpersonen“ senden und daher keine Berichterstattung im Sinne der Polizei machen.

 

 

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Dass Polizeibeamte in ihrer „Freizeit“ im Bürgerfunk über einen sehr heiklen Polizeieinsatz berichten sollen, wurde den Sendenden des Offenen Kanals Lübeck während eines Vorgesprächs durch Peter Willers, Leiter des OKSH, mitgeteilt. Die ursprünglich angemeldete Sendezeit soll demnach um 2 Stunden reduziert werden, die andere Hälfte der Berichterstattung soll von den zwei Polizisten bestritten werden. Zum Sendekonzept wurde während des Gesprächs erläutert, es sollten „Kolleginnen und Kollegen im Einsatz zu Wort kommen“, die Einsatzleitung der Polizei solle interviewt werden, außerdem sei vorgesehen, „Angehörige von im Einsatz befindlichen Polizisten“ live im Radio zu befragen.

 

 

„Der OKSH plant allen Ernstes, über den Offenen Kanal Lübeck eine unmittelbare Polizeiberichterstattung zu senden“, kritisiert die Freie Radioinitiative Schleswig-Holstein, ein Zusammenschluss von Radioaktivist_innen. „Anstatt die demokratische Aufgabe eines Offenen Kanals ernst zu nehmen, nach journalistischen Kriterien über politische Ereignisse zu berichten und dabei auch das Verhalten staatlicher Stellen kritisch zu beleuchten, soll die Berichterstattung am 31. März direkt in Polizeihand genommen werden.“ Dass die Polizei über ihren eigenen Einsatz im Radio berichten wolle, sei geradezu grotesk, so die Initiative. „Sollte die Polizei die Unabhängigkeit der Medien wirklich derart mit Füßen treten, wird dies ein politisches und juristisches Nachspiel haben.“

 

 

Das derzeitige Geschehen im OKSH hat eine längere Vorgeschichte: Im Januar 2005, als in Kiel ein Naziaufmarsch stattfinden sollte und der Offene Kanal Kiel dazu eine Live-Berichterstattung plante, ließ die dortige Leitung auf Weisung der Polizei über Nacht die Schlösser zu den Sende- und Redaktionsräumen auswechseln. Die Redaktion stand am nächsten Morgen vor verschlossenen Türen, die Berichterstattung konnte nicht stattfinden.

 

 

Als im März vergangenen Jahres Nazis in Lübeck aufmarschierten, rief die Polizei bereits vor dem eigentlichen Sendetag zwei Mal im Offenen Kanal an und gab dabei Hinweise, wie die Berichterstattung abzulaufen habe. Am Tag der Sendung versuchte die Polizeipressestelle „auf Anordnung des Leiters der Befehlsstelle“ bei der Leitung des Offenen Kanals zu erreichen, dass die „eskalative Berichterstattung“ umgehend beendet würde. Generös live auf Sendung genommen, führte ein Polizeisprecher zur Begründung an, von den Sendenden sei eine falsche Anzahl der im Einsatz befindlichen Wasserwerfer veröffentlicht worden. Er selber wollte allerdings keine richtige Anzahl nennen. Auf zwei Berichterstatter_innen wurde an diesem Tag außerdem eine CS-Reizgasgranate abgefeuert, woraufhin sie beide zu Boden gingen.

 

 

„Dass Medien eine demokratische Kontrollinstanz sind und sein sollen, um Legislative, Judikative und Exekutive kritisch zu hinterfragen, scheint die politisch Verantwortlichen in Lübeck und Kiel nicht zu interessieren“, so die Freie Radioinitiative Schleswig-Holstein. „Der unverfrorene Versuch, einen staatlichen Verlautbarungsrundfunk durchzudrücken, verstößt klar gegen das Grundgesetz. Wir können den Verantwortlichen nur raten, noch einmal in ihrer Behördenbibliothek das Stichwort ‘Staatsferne des Rundfunks‘ nachzuschlagen.“

 

 

Freie Radioinitiative Schleswig-Holstein

 

 

Lübeck-Kiel, 07. März 2012

 

 

via FSK

Update / Reaktionen dazu:

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Lesetipp zur Situation 2005 in Kiel: 

  • Sicherheitsrisiko vs. Rundfunkfreiheit - Die vorübergehende Schließung des Offenen Kanals Kiel während eines Naziaufmarsches Ende Januar hat bislang kaum Reaktionen ausgelöst (Telepolis, Februar 2005): http://www.heise.de/tp/artikel/19/19412/1.html

 

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http://files.posterous.com/user_profile_pics/200369/Brecht.jpg http://posterous.com/users/4bht2sGGKVX3 medienmagazin.net medienmagazin.net
Tue, 28 Feb 2012 03:14:00 -0800 Wo gehts hin mit den Öffentlich-Rechtlichen? - Interview mit Stefan Niggemeier http://medienmagazin.net/wo-gehts-hin-mit-den-offentlich-rechtlichen-i http://medienmagazin.net/wo-gehts-hin-mit-den-offentlich-rechtlichen-i

Für alle die ihr TV-Gerät noch nicht abgeschafft haben, sei das Gespräch mit Udo Isreal (Radio CORAX) und dem Medienjournalisten Stefan Niggemeier empfohlen:

Das Fernsehen ist doch immer wieder gern Gesprächsthema. Besonders das öffentlich-rechtliche. Finanziert von allen, soll es einen allgemeinen Bildungsauftrag erfüllen und auch auf Spezialinteressen reagieren.  Nebenbei hat es sich gegen die private Konkurrenz zu behaupten. Nicht immer einfach.  Stefan Niggemeier, Medienjournalist und fleißiger Fernsehkonsument, versucht einen Blick auf den Stand der Dinge und mögliche Entwicklungen ... zunächst die Frage, welche Highlights es in den letzten Tagen zu sehen gab.

(cc)

Für alle die mehr von Stefan Niggemeier lesen wollen – sehr zu empfehlen sein Blog http://www.stefan-niggemeier.de/blog/    Artikel, die direkt mit diesem Gespräch zu tun haben:

http://www.stefan-niggemeier.de/blog/vorauseilende-selbstverstuemmelung/

http://www.stefan-niggemeier.de/blog/tri-tra-trullala-der-philipp-und-die-ang...

via freie-radios.net

 

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http://files.posterous.com/user_profile_pics/200369/Brecht.jpg http://posterous.com/users/4bht2sGGKVX3 medienmagazin.net medienmagazin.net
Wed, 22 Feb 2012 01:31:00 -0800 Ungarn, ein Jahr nach Einführung des neuen Mediengesetzes http://medienmagazin.net/ungarn-ein-jahr-nach-einfuhrung-des-neuen-med http://medienmagazin.net/ungarn-ein-jahr-nach-einfuhrung-des-neuen-med

Wie leben Freie Radios in Ungarn mit dem vor einem Jahr in Kraft getretenen neuen Mediengesetz? Wie sehr ist die Zukunft der größten linksorientierten Radiostation bedroht? Réka Szakszon sprach für ORANGE 94.0 mit betroffenen ungarischen Radiomacher_innen.

Seit dem Regierungswechsel im vorletzten Jahr wird in Ungarn ein neues politisches System aufgebaut. Die meisten Medien stehen unter Kontrolle der Nationalen Medien- und Nachrichtenbehörde (NMHH). Was bedeutet das für die ungarische Medienlandschaft? Warum demonstrieren ZuhörerInnen vor Radiostationen? Wie funktioniert der Medienrat heutzutage? Wie schaut die Situation der freien Radios in Ungarn aus - wie lange kann es noch so bleiben? Wie sieht die Zukunft aus? Darüber sprach Réka Szakszon mit drei RadiomacherInnen von zwei freien Radios und einem linksorientierten Radio, das kurz vor der Schließung steht.

(via CBA)

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http://files.posterous.com/user_profile_pics/200369/Brecht.jpg http://posterous.com/users/4bht2sGGKVX3 medienmagazin.net medienmagazin.net
Mon, 13 Feb 2012 08:39:00 -0800 CBA goes Open Source - Freie Archive für freie Gesellschaften http://medienmagazin.net/cba-goes-open-source-freie-archive-fur-freie http://medienmagazin.net/cba-goes-open-source-freie-archive-fur-freie

Das Cultural Broadcasting Archive ist das Online-Archiv Freier Radios in Österreich. Täglich werden aktuelle Sendungen dauerhaft zum Nachhören und weiterverbreiten zur Verfügung gestellt. Mittlerweile sind hier tausende selbstproduzierte Sendungen, Interviews und Reportagen zu finden.

 


Neben dem freie-radios.net ist die CBA das größte Austauschportal der deutschsprachigen nichtkommerziellen Rundfunkmedien und gleichzeitig ein wertvolles Archiv der Berichterstattung von unten. In den letzten Jahren wurde die Software zur Verwaltung der Audiodateien (und mittlerweile auch anderer Formate) immer weiterentwickelt und soll nun komplett frei zur Verfügung gestellt werden. Dazu bedarf es aber Eurer Mithilfe:

Wir wollen die Software des CBA als Open Source veröffentlichen, und müssen dafür knapp 5.000 € sammeln, um die nötigen Arbeiten an der Software zu finanzieren. Unser Ziel ist, dass weitere freie Medien unsere Software verwenden und durch eine kollaborative Weiterentwicklung auch wieder Änderungen in das CBA zurückfließen und somit allen zu Gute kommen. Dafür brauchen wir deine Hilfe, in Form von Spenden und Öffentlichkeit.

Infos & Spenden: http://cba.fro.at/opensource

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Sun, 12 Feb 2012 07:08:00 -0800 Internationales FrauenRadioTreffen in Hannover - Anmeldung bis 20. Februar 2012 http://medienmagazin.net/internationales-frauenradiotreffen-in-hannove http://medienmagazin.net/internationales-frauenradiotreffen-in-hannove

Vom 23.-26.3.2012 findet in Hannover ein Internationales IKX-FrauenRadioTreffen statt. Infos dazu gibt es bei Radio Flora:

Ziel des seit 1994 bestehenden Netzwerkes InterKoneXiones (IKX)  ist es, den Kontakt freier Radios aus Lateinamerika und Europa untereinander zu organisieren. Wichtig ist uns das Stärken eines gleichberechtigten und solidarischen Umgehens von Radiomacher_innen im Nord-Süd-Austausch.  

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Die diesjährige Tagung dient der Vernetzung "radioaktiver" Frauen und dem Austausch über feministische Standpunkte in der Radioarbeit sowie über Lebenswirklichkeit und Anliegen der Frauen in den jeweiligen Ländern. Der Berichterstattung auf der Grundlage der von großen Presseagenturen vorgegebenen Information will das FrauenNetzwerk IKX alternative Formen und Wege der Information und Kommunikation - aus feministischer Perspektive - entgegensetzen.    

Inhaltliche Schwerpunktthemen des FrauenRadioTreffens in Hannover sind: Migration, Gendergewalt, Zugang zu Kommunikation(smedien) als Menschen-, Frauenrecht, Empörung weltweit angesichts der Lasten der Krise.  

Veranstalter_innen: Radio Flora, Rosa-Luxemburg-Stiftung-Niedersachsen e.V.

Kooperationspartner_innen: Rosa-Luxemburg-Stiftung, Heinrich-Böll-Stiftung, ver.di-Bildungswerk Niedersachsen, Stiftung Menschenwürde & Arbeitswelt, AStA der Universität Hannover/Frauen&GeschlechterPolitik.  

Kontakt und Anmeldung (bis zum 20.2.2012) unter: frauen-radio-treffen@rls-nds.de, Tel: 0511/2790934  Teilnahme frei!   Teilweise barrierefrei.  

Beginn: Freitag, 23.03. 12:00 Uhr im Kargah, Zur Bettfedernfabrik 1 in Linden und ab 14:00 Uhr Radio Flora, Faustgelände, Zur Bettfedernfabrik 3  

Samstag, 24.3. 10:00 Uhr: Workshops  17:00 bis 19:00 Uhr: Aktion im öffentlichen Raum: Demo/Performance zwischen Schillerdenkmal und Steintor, um unsere Probleme/Forderungen hör- und sichtbar zu machen. Wir laden alle FrauenLesbenTrans aus Hannover ein, an der Aktion teilzunehmen.

Samstag, 24.3.  21:00 Uhr in der Sturmglocke: IKX-Party für FrauenLesbenTrans (HipHop, Electro, Latin)  

Sonntag, 25.3. 11:00 Uhr: Vorträge, Workshops, Diskussion über Perspektiven und Vernetzung  

Montag, 26.3. 11:00 bis 12:00 Uhr: Internationale Frauensendung auf www.radioflora.de  19:30 Uhr im Pavillon: Veranstaltung zur Lage der Frauen und feministischen Perspektiven in verschiedenen Ländern Lateinamerikas (mit Referentinnen aus Mexiko, Costa Rica und Ecuador).

Flyer zum Ausdrucken & Verteilen:

Flyer_IKX_BFR.pdf Download this file

 

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Sat, 11 Feb 2012 06:30:00 -0800 Thomas Brasch 1977 http://medienmagazin.net/thomas-brasch-1977 http://medienmagazin.net/thomas-brasch-1977

Web-Fundstück mit Thomas Brasch und seine Meinung über die Medien, nach seiner Übersiedlung nach Westberlin. Ausschnitt aus dem Film "Annäherung an Thomas Brasch" von Georg Stefan Troller:

 

 

Dazu passt auch seine Auseinandersetzung mit den widersprüchlichen deutsch-deutschen Verhältnissen oder der Politik von Franz-Josef Strauss, bei seinem Auftritt zum Erhalt des Bayrischen Filmpreises 1981, der dann auch für einen gewissen Eklat sorgte. Über die Familie Brasch (sein Bruder war ebenfalls Schriftsteller, sein Vater stellvertretender Minister für Kultur der DDR) erscheint im Februar das Roman-Debüt "Ab jetzt ist Ruhe"von Marion Brasch, seiner Schwester die Ende der 80er DT64-Redakteurin wurde und heute bei Radio Eins moderiert.

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Fri, 10 Feb 2012 02:38:00 -0800 Dresden Nazifrei - Aktionsradio zum 13. und 18. Februar http://medienmagazin.net/pressemitteilung-und-termin-dresdner-aktionsr http://medienmagazin.net/pressemitteilung-und-termin-dresdner-aktionsr
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coloRadio in Dresden informiert:

Wie jedes Jahr wollen dieser Tage eine Menge Nazis in und aus der Stadt zusammenkommen.  Und wir wollen und werden wie jedes Jahr das uns Mögliche tun, Ihnen zu zeigen, dass sie keine/r will. Weder hier noch andernorts. Eine darüber hinausgehende Positionsbestimmung ist weder Sinn dieses Artikel noch unter uns abgestimmt. In dieser Kurzankündigung solls um das Praktische gehen:
Vielleicht sind unsere Infos für Euch nützlich, vielleicht hilft unsere Musik, guter Dinge zu sein. Ein Radio mitzunehmen schadet sicher nicht, allerdings sollte es nicht das schlechteste sein. Ob der mensch den Stream per Mobiltelefon empfangen kann sollte hierzulande nur prüfen, wer gerne amtlich registriert werden möchte. Für Post – Privacy – Fans und andere Unbedarfte gibts auch nen schmalen Stream.

  • Sendezeiten:
    13.02.2012: ab 15 Uhr Livestream
    18-23 auf UKW 99,3 und 98,4
    18.02.2012: ab 9 Uhr, spätestens ab Sendestart Stream
  • Kontakt:
    - Studiotelefonnummern kurzfristig hier und auf Flyern
    (die gewohnte 0351 3205 4711 wirds auch geben)
    - Mail an aktionsradio@coloradio.org
  • andere Infoquellen:
    13feb.info
    Dresden Nazifrei
    Polizei Dresden
    venceremos
  • Telefonnummern:
    Infotelefon DD-Nazifrei: 0351 – 418 88 922
    (nur zum Festnahmen melden!)
    Ermittlungsausschuss: 0351 – 900 60 456
    Demo-Sanis: 0177 – 621 82 42
    Kontakttelefon Polizei: 49 0351 483-3000
  • Unterstützen:
    Dank an dieser Stelle allen, die uns geholfen haben, on Air zu bleiben. Und eine Bitte an die anderen, das auch zu tun.
    Seit wir die Verbreitung unseres Programms selber zahlen “dürfen” wirds mit der Finanzierung des Betriebs des Radios nicht grade einfacher.
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Sun, 22 Jan 2012 02:53:00 -0800 Frei, kritisch und unabhängig - Radio FSK in Hamburg http://medienmagazin.net/frei-kritisch-und-unabhangig-radio-fsk-in-ham http://medienmagazin.net/frei-kritisch-und-unabhangig-radio-fsk-in-ham

FSK, das Freie Sender Kombinat in Hamburg ist das Freie Radio in Hamburg, seit mittlerweile über 15 Jahren. Insbesondere die kritische Berichterstattung hat den Sender auch überregional bekannt gemacht, der sich vor allem aus Spenden finanziert und dessen Lizenz vor kurzem um 10 Jahre verlängert wurde. Für die aktuelle ND-Wochenendausgabe habe ich das FSK besucht.

In der obersten Etage eines unscheinbaren Fabrikgebäudes in der Eimsbüttler Chaussee befinden sich die kleinen Sendestudios und Redaktionsräume. Es herrscht eine gemütliche Atmosphäre, alle kennen sich. Wer den Sender betritt, ist gleich mittendrin. Essen, quatschen, rauchen, Sendungen vorbereiten, all das findet im kleinen Eingangsbereich und zwischen zwei abgewetzten Sofaecken statt. Die meisten haben hier genauso wie Sören angefangen: Zuerst mit kleinen Dingen, um sich später mehr reinzuhängen und regelmäßig in einer Redaktion bei Sendungen mitzumachen.

Ein Programm rund um die Uhr ehrenamtlich und selbstorganisiert zu stemmen, fordert einiges an Kraft und verbindliche Strukturen. Neben den fünf Radiogruppen des Senderkombinats gibt es unzählige Redaktionen und eine Büro-AG. Andere kümmern sich um die Technik oder halten Kontakt zur Medienanstalt. Das Verhältnis zur Regulierungsbehörde ist derzeit ausgesprochen entspannt. Gerade erst wurde die Lizenz für das FSK um sage und schreibe zehn Jahre verlängert.

Nichtkommerziell heißt paradoxerweise, sich täglich mit den Themen Geld und Finanzierung auseinandersetzen zu müssen. Die Kosten für Sendebetrieb, Miete und Büromaterial sind hoch. Nur wenige der Freien Radios schaffen es, sich eigenständig zu finanzieren. FSK bildet da bundesweit eine der wenigen Ausnahmen, obwohl auch hier Werbung tabu ist.

Kompletter Artikel: http://www.neues-deutschland.de/artikel/216151.frei-kritisch-und-unabhaengig.html

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http://files.posterous.com/user_profile_pics/200369/Brecht.jpg http://posterous.com/users/4bht2sGGKVX3 medienmagazin.net medienmagazin.net
Tue, 10 Jan 2012 01:55:00 -0800 Wie beeinflussen Fotojournalisten Situationen im Krieg? http://medienmagazin.net/wie-beeinflussen-fotojournalisten-situationen http://medienmagazin.net/wie-beeinflussen-fotojournalisten-situationen

 

Presentation of Photojournalism Behind the Scenes, an auto-critical photo essay showing the paradoxes of conflict-image production and considering the role of the photographer in the events.

 

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http://files.posterous.com/user_profile_pics/200369/Brecht.jpg http://posterous.com/users/4bht2sGGKVX3 medienmagazin.net medienmagazin.net
Fri, 06 Jan 2012 14:45:00 -0800 Der Widerstand und die (freien) Medien - Interview mit Gerhard Kettler http://medienmagazin.net/der-widerstand-und-die-freien-medien-intervie http://medienmagazin.net/der-widerstand-und-die-freien-medien-intervie

Das Linzer TV-Projekt "dorf tv" hat sich vor einer Woche in seiner Talksendung  mit dem Verhältnis zwischen neuen Protestbewegungen und deren Distanz zu den klassischen alternativen Rundfunkmedien auseinandergesetzt. Eingeladen war dazu Gerhard Kettler, Programmkoordinator beim Freien Radio in Wien orange 94,0, vormals Herausgeber der Zeitschrift TATblatt, der unter nochrichten.net bloggt.

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Die sozialen und politischen Protestbewegungen haben sich in den vergangenen Jahren zunehmend ins Internet verlagert.

Nicht zuletzt im Zuge des "arabischen Frühlings" ist der Eindruck entstanden, Soziale Medien wie "Twitter" oder "Facebook" seien die zeitgemäßen und wohl unangefochtenen Sprachrohre der "Protesters".

Otto Tremetzberger (dorf tv) und Gerhard Kettler (orange 94,0 und ehemaliger Mitherausgeber der Zeitschrift TATblatt) gehen der Frage nach, welche Rolle die "traditionellen" "Freien Medien" in diesem Zusammenhang spielen, spielen können und spielen sollen.

Noch vor 11 Jahren hat das Wiener Freie Radio "Orange 94,0" eine wesentliche Rolle bei den Protesten gegen die damalige Schwarzblaue Bundesregierung gespielt. Orange 94,0 war selbst Teil einer Bewegung und von den damaligen "Protestes" sowohl aktiv als auch passiv als Kommunikationsplattform & Sprachrohr genutzt. Tatsächlich hat das damalige Engagement von Orange 94,0 in Wien oder Radio FRO in Linz das Bild von "Freien Medien" in der (politischen) Öffentlichkeit nachhaltig geprägt.

Im Gegensatz dazu ging die Unibrennt-Bewegung von 2008 weitgehend an den Freien Radios oder okto tv in Wien vorbei. Ähnliches ist auch bei der "Occupy" Bewegung zu bemerken. Anders als noch 2000 und 2001 wurden und werden von den AktivistInnen einer "neuen Generation" anstelle "Freie Medien" weitgehend (kommerzielle) Internetplatformen wie youtube genutzt.

Hier gehts zur Aufzeichnung vom Mittwoch 28.12.2011: https://www.dorftv.at/videos/dorf-gespraech/3200

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http://files.posterous.com/user_profile_pics/200369/Brecht.jpg http://posterous.com/users/4bht2sGGKVX3 medienmagazin.net medienmagazin.net
Tue, 27 Dec 2011 03:11:00 -0800 Congressradio beim 28. Chaos Communication Congress http://medienmagazin.net/congressradio-beim-28-chaos-communication-con http://medienmagazin.net/congressradio-beim-28-chaos-communication-con

In Berlin beginnt heute der 28. Chaos Communication Congress, kurz "28c3". Wie auch in den vergangenen Jahren wird eine Radio-Crew auf dem Kongress sein - VertreterInnen der Freien Radio-Szene und vom Signal - hackerspace radio. Das Radiostudio befindet sich im Raum C82. Wer Interesse am Radiomachen hat kann gern vorbeikommen. Livesendungen und Beiträge werden auch von anderen Freien Radios übernommen. In Berlin werden die Sendungen auf Pi Radio auf der 88,4 MhZ ausgestrahlt. Die jährlich stattfindende viertägige Konferenz wird vom Chaos Computer Club (CCC) organisiert und findet im Berliner Congress Center vom 27. bis 30. Dezember 2011 statt.

Congressradio-Programmplan: http://events.ccc.de/congress/2011/wiki/Congressradio

Dienstag, 27.12. 22-23 Uhr, moderiert von vor Ort (deutsch) 

Dienstag, 27.12. 23.30 Uhr bis 1 Uhr 

Mittwoch, 28.12. 20 bis 23 uhr von vor Ort (englisch)

Donnerstag, 29.12. 20 bis 23 Uhr, von vor Ort (englisch)

 

Auch Radio Blau wird senden: 

Mittwoch, 28.12. 18 bis 19 Uhr  

Freitag: 18 - 19, 20 - 21 Uhr 

Samstag: 17 - 19 Uhr

 

Offizielles Congress-Programn: http://events.ccc.de/congress/2011/Fahrplan/index.en.html

Offizielle Congress-Streams: http://28c3.fem-net.de

 

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http://files.posterous.com/user_profile_pics/200369/Brecht.jpg http://posterous.com/users/4bht2sGGKVX3 medienmagazin.net medienmagazin.net
Fri, 23 Dec 2011 16:59:00 -0800 (Medien)Proteste in Ungarn - Interview mit abgeschaltetem "Klubrádió" http://medienmagazin.net/medienproteste-in-ungarn-interview-mit-abgesc http://medienmagazin.net/medienproteste-in-ungarn-interview-mit-abgesc

"Klubrádió" in Budapest ist die Sendelizenz nicht neu erteilt worden. Die Medienbehörde gibt die Frequenz ab März einem anderen Radio. Damit verschwindet der letzte regierungskritische große Radiosender aus dem Äther. Die Gleichschaltung der Rundfunklandschaft durch Viktor Orban und die FIDESZ ist damit endgültig zementiert. Es sei denn ... tja es sei denn. Radio CORAX hat mit dem Generaldirektor vom Klubradio, Andras Arato, gesprochen.

Hörenswert dazu auch das Interview von Radio CORAX von der (gestrigen) Demonstration gegen die neue Verfassung am 23. Dezember 2011 in Budapest, von der die Journalistin Gina Böni und der Publizist Rudolf Ungvári berichteten:

Erwähnt wurde darin auch den mittlerweile seit 14 Tagen anhaltene Hungerstreik von TV-JournalistInnen. Weitere Links zum Thema:

Musik statt Kritik - Medienprotest in Ungarn

 

Klubrádió abgeschaltet

"Das vor zehn Jahren gegründete Klubrádió steht der sozialdemokratischen Partei MSZP nahe. Sein Eigentümer András Arató gilt als Unterstützer des glücklosen Expremiers Ferenc Gyurcsány. Im Internet zirkuliert ein Foto, auf dem er Gyurcsány nach dem Wahlsieg der MSZP im Jahr 2006 die Hand küsst.
Die von Gyurcsány geleitete MSZP-nahe Táncsics-Stiftung bedankte sich bei dem Sender für die Loyalität mit einer Spende von 10 Millionen Forint (rund 33.000 Euro), wie das Magazin HVG im vergangenen September berichtete."

http://www.taz.de/Oppositionssender-in-Ungarn-abgeschaltet/!84189/

http://www.tagesschau.de/ausland/ungarn292.html

 

TV-Journalisten im Hungerstreik

"Immer mehr ungarische Journalisten sehen sich durch das seit fast einem Jahr geltende Mediengesetz unter Druck gesetzt. Demokratie und Freiheit würden Stück für Stück abgeschafft. In der Hauptstadt Budapest protestieren deshalb Journalisten des öffentlich-rechtlichen Fernsehens mit Hungerstreiks gegen die Kontrolle durch die Medienbehörde des Landes und gegen manipulierte Fernsehbeiträge."

http://www.tagesschau.de/ausland/ungarn288.html
http://www.facebook.com/freiepresseungarn

 

Die politische Situation in Ungarn vor der neuen Verfassung

"Kurz bevor die neue Verfassung in Ungarn in Kraft tritt, blicken wir mit der Kulturwissenschaftlerin Magdalena Marsovsky auf die Entwicklung der ungarischen Politik und Gesellachaft in den letzten Monaten. Dabei geht es auch um die Opposition und die Frage nach der internationalen Aufmerksamkeit und Unterstuetzung der zivilgesellschaftlichen demokratischen Kräfte in Ungarn."

http://freie-radios.net/45202

 

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http://files.posterous.com/user_profile_pics/200369/Brecht.jpg http://posterous.com/users/4bht2sGGKVX3 medienmagazin.net medienmagazin.net
Thu, 22 Dec 2011 02:15:00 -0800 Digitalisierung nur mit Community Radios - Plädoyer für UKW & Einführung von DRM+ http://medienmagazin.net/digitalisierung-nur-mit-community-radios-plad http://medienmagazin.net/digitalisierung-nur-mit-community-radios-plad

Stellvertretend für tausende Community Radios in Europa haben  das CMFE (Community Media Forum Europe) und AMARC Europe (europäische Sektion des Weltverbandes Freier Radios) die EU-Kommissarin für die Digitale Agenda, Neelie Kroes in einem Offenen Brief aufgefordert mit den Bürger- und Alternativmedien in Dialog zu treten, um:

  • Maßnahmen zu ergreifen um Bürger- und Alternativradios den Zugang zur digitalen Rundfunk-Ära zu ermöglichen
  • die Verwendung von offenen Standards und die Verwendung von hybriden, also kombinierten digitalen und analogen Radioempfängern voranzutreiben
  • die Einführung des Übertragungsstandards DRM+ zu unterstützen
  • die Frequenzpolitik hinsichtlich der Abschaltung von UKW der Mitgliedstaaten zu überwachen

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Die inzwischen breit unterstütze Übertragungstechnik für Digital Radio DAB(+) ist in vielen Fällen nicht für lokale Stationen, wie z. B.  Community Radios geeignet. Daher plädieren das CMFE und AMARC Europe für den Erhalt des UKW-Bandes für Radioübertragungen und die Einführung des DRM+ Standards, eventuell auch im Band III, neben DAB(+).

Erst auf diese Weise kann die Vielfalt und Pluralität des Mediensektors garantiert werden, der erst durch den Beitrag von tausenden lokalen Community Radios, ihrer zehntausenden Radiomachenden und Millionen HörerInnen zustande kommt.

Der Brief kann unter folgendem Link runtergeladen werden: Letter_to_EC.pdf

Der Bundesverband Freier Radios ist Mitglied des CMFE und war an der Formulierung des Briefes beteiligt.

via freie-radios.de

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http://files.posterous.com/user_profile_pics/200369/Brecht.jpg http://posterous.com/users/4bht2sGGKVX3 medienmagazin.net medienmagazin.net
Tue, 20 Dec 2011 10:25:00 -0800 [Update] Radio F.R.E.I. in Erfurt protestiert gegen Ungleichbehandlung http://medienmagazin.net/radio-frei-in-erfurt-protestiert-gegen-unglei http://medienmagazin.net/radio-frei-in-erfurt-protestiert-gegen-unglei

Radio F.R.E.I. in Erfurt protestiert gegen Ungleichbehandlung durch das Thüringer Landesamt für Verfassungsschutz:

Aus der heutigen Pressemitteilung:

Der schleichenden Ungleichbehandlung, die einzelne Medien in Thüringen bereits seit ein paar Jahren hinnehmen müssen, wurde am vergangen Donnerstag ein weiteres Kapitel hinzugefügt. Bei der symbolischen Besetzung des Thüringer Landesamtes für Verfassungsschutz am vergangen Donnerstag (15.12.) wurde einem Journalisten von Radio F.R.E.I. der Zutritt ins Foyer des Landesamtes verwehrt - trotz Vorzeigen eines Presseausweises. Zeitgleich wurde Kolleginnen und Kollegen des MDR sowie der Nachrichtenagenturen dapd und dpa der Zugang gewährt. Damit gab es für unseren Sender nicht die Möglichkeit vor Ort mit den Besetzer_innen bzw. den Vertreter_innen des Verfassungsschutzes zu sprechen. Eine umfassende Berichterstattung nach journalistischen Kriterien wurde somit verhindert.

Für Radio F.R.E.I. steht diese Ungleichbehandlung in einer traurigen Kontinuität. Immer wieder mussten wir in der Vergangenheit vor Polizei und anderen staatlichen Stellen die Legitimität unserer Berichterstattung erstreiten, bspw. bei Demonstrationen, Kundgebungen oder Recherchen, während Kolleg_innen anderer Medien unbehelligt bleiben. Wir sehen uns daher immer wieder nachhaltig in unserer journalistischen Arbeit behindert. Auch mehr als 20 Jahre nach der friedlichen Revolution scheint für viele Verantwortungsträger_innen vor Ort die Pressefreiheit kein Recht zu sein, sondern eine Gefälligkeit, die man willkürlich vergeben kann.

Vor diesem Hintergrund fordert die Redaktionssitzung von Radio F.R.E.I.:

  • eine öffentliche Stellungnahme des Thüringer Landesamtes für Verfassungsschutz auf welcher rechtlichen Grundlage der Ausschluss des Journalisten erfolgte
  •  eine vollständige Gleichbehandlung mit anderen Medien beim Zugang zu Informationen durch die Polizei bei zukünftigen Anlässen
  • die Anerkennung Freier Radios in der Praxis im Sinne der Erklärung des Ministerkomitees des Europarats vom 11. Februar 2009 in der festgehalten wird, dass Freie Radios als „eigenständige Medien neben den öffentlich-rechtlichen und privat-kommerziellen Medien [...] viele Bedürfnisse und Funktionen, die weder gewerbliche noch öffentlich-rechtliche Medien abdecken oder voll und angemessen übernehmen können“ anerkannt werden. 

Radio F.R.E.I. wurde 1990 im Umfeld der Erfurter Bürgerbewegung als erstes Freies Radio Thüringens gegründet – und war damit auch das erste Freie Radio auf dem Gebiet der DDR. Als Freies Radio ermöglicht Radio F.R.E.I. Menschen die demokratische Teilhabe und Meinungsbildung an politischen, kulturellen und sozialen Entscheidungsprozessen. Radio F.R.E.I. versteht sich als ein nichtkommerzielles, konsensdemokratisches Medium, das inzwischen einen festen Platz in der Kultur- und Medienlandschaft der thüringischen Landeshauptstadt eingenommen hat. Derzeit arbeiten etwa 100 Programmmachende, zum aller größten Teil ehrenamtlich im Sinne einer pluralen Medienlandschaft, die in Thüringen besonders nötig ist. 

 

::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::

UPDATE von Radio F.R.E.I. vom 23.12.2011: 

Pressefreiheit für alle – auch beim Thüringer Verfassungsschutz

Auf unsere Anfrage vom 20.12.2011 über die Ungleichbehandlung eines Radio F.R.E.I. Journalisten im Zusammenhang mit der symbolischen Besetzung des Thüringer Landesamts für Verfassungsschutz erhielt Radio F.R.E.I. diese Antwort aus dem TLfV:

„Nachdem bereits ein Großteil der Demonstranten und ggf. auch einzelne vor Ort befindliche Pressevertreter das Gebäude betreten hatten, galt es, einen weiteren, unkontrollierten Zutritt in das [...] Areal des TlfV zu unterbinden. Folglich wurde - abgesehen von zwei Einlass suchenden Abgeordneten des Thüringer Landtags - weiteren Personen das Betreten des Gebäudes polizeilich verwehrt.“

 

Wir widersprechen dieser Behauptung. 

 

Neben dem Journalisten von Radio F.R.E.I. können mehrere Zeug_innen bestätigen, dass auch nach der Abweisung des Radio F.R.E.I. Journalisten andere Journalist_innen von der Polizei ins Gebäude gelassen wurden. 

 

Radio F.R.E.I. sieht daher die Forderungen um Aufklärung nicht erfüllt und wartet nach wie vor auf die Beantwortung dieser Fragen:

1. Wer trägt die Verantwortung für die Ungleichbehandlung verschiedener Journalist_innen an diesem Tag? 

2. Wie begründen Sie die Ungleichbehandlung verschiedener Journalist_innen an diesem Tag? 

3. Auf welcher rechtlichen Grundlage erfolgte der Ausschluss unseres Journalisten?

Durch die Antwort des Thüringer Landesamts für Verfassungsschutz hat sich für uns ein weiteres Problemfeld geöffnet:

Fraglich ist zudem, ob ein Foyer nach § 29 Abs. 3 Verschlusssachenanweisung als Sicherheitsbereich (im Vergleich zu Räumen bspw. vertraulicher Natur) zu sehen ist, da andere Journalist_innen scheinbar prob-lemlos durch eine „zuverlässige Prüfung“ gelangten. Deswegen fordern wir das Thüringer Landesamt für Verfassungsschutz auf, dieses Verfahren am Beispiel des Abends des 15. Dezembers zu erläutern unter besonderer Berücksichtigung der Darstellung der „zuverlässigen Prüfung“ unseres Kollegen.

 

 

[via]

 

 

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